Neuerungen ab 01. Juli 2016

Mehr Geld für Rentner und Kinder, Verträge im Internet, Bettensteuer und Fahrverbote sind einige der Dinge die sich ab 01. Juli ändern.

Rentenerhöhung und Kinderzuschlag

Für die fast 20 Millionen Rentner in Deutschland gibt es ab Juli dieses Jahres die höchste Rentenerhöhung seit 23 Jahren. 5,95 Prozent Aufschlag gibt es für Rentner in den neuen Bundesländern, in den alten Bundesländern sind es 4,25 Prozent. Jeder Rentner darf sich also auf einige mehr Euros auf seinem Konto freuen. Ebenso auf mehr Geld dürfen sich die ca. 161000 Berechtigten von Versorgungsbezügen freuen.  Unter anderem Opfer von Gewalttaten, Wehrdienstopfer, Kriegsopfer und Impfgeschädigte bekommen 4,25 Prozent mehr Geld.
Nachdem Anfang des Jahres der Kinderfreibetrag und das Kindergeld erhöht wurde, bekommen Geringverdiener nun einen Kinderzuschlag von 20 Euro.

Entschädigung wird aufgestockt

Um 4,25 Prozent steigt die Entschädigung für die Menschen in den Jahren 1978 und 1979 in der DDR bei der Anti D Immunprophylaxe mit dem Hepatitis C Virus angesteckt wurden. Je nach Schwere der Schädigung kann diese Entschädigung bis 1261 Euro im Monat betragen.

Gute und schlechte Nachrichten für Urlauber

Für Juli und August wird das Sonntagsfahrverbot und Feiertagsfahrverbot für LKW ausgedehnt. Diese dürfen in dieser Zeit auch an den Samstagen nicht fahren. So können sich alle die in den Urlaub fahren nun das ganze Wochenende auf eine freie LKW Autobahn freuen. Nur mit Ausnahmegenehmigung dürfen LKW mit Hänger und 7,5 Tonner zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr auf die Bahn.
Ab sofort wird der Urlaub auf den Balearen ein wenig teurer. Jeder Urlauber ab 16 Jahren auf Ibiza, Formentera, Menorca und Mallorca muss nun eine Bettensteuer zahlen. Abhängig von der Art der Unterkunft und Saison sind pro Nacht und pro Person zwischen 25 Cent und 2 Euro fällig. Diese muss vor Ort in der jeweiligen Unterkunft bezahlt werden.


Verträge im Internet

Einheitliche Rahmenbedingungen für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste regeln grenzüberschreitend die Nutzung von elektronischen Unterschriften. Die EU Verordnung erleichtert Verbrauchern Verträge über das Smartphone, PC oder Tablet via Internet abzuschließen. Ebenso sind darin Elektronische Einschreiben und Siegel geregelt.  Webseiten die besonders Vertrauenswürdig sind bekommen ein neues Zertifikat.
 

Rückgabe alter Elektrogeräte

Große Händler, auch Onlinehändler sind ab dem 24. Juli verpflichtet beim Kauf von Elektrogroßgeräten wie zum Beispiel Kühlschränke, Fernseher oder Waschmaschinen, die Altgeräte kostenlos zurückzunehmen. Kleingeräte wie zum Beispiel Handys, Rasierer oder Toaster dürfen Kunden sogar ohne einen Neukauf beim Händler abgegeben werden. Aber auch die Recyclinghöfe der Kommunen nehmen Elektrogeräte gemäß ihren Bestimmungen kostenlos an.