Die Wölfe kommen wieder zurück

IMG_0382.JPGNachdem vor 100 Jahren die Wölfe ausgerottet wurden, werden sie nun wieder immer mehr in Deutschland gesichtet. Die teilweise sogar in Deutschland geborenen Tiere werden immer öfter im Süden von Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Schleswig-Holstein beobachtet. Mittlerweile soll es sich um 7 Rudel mit ca. 50 Tieren handeln, schätzen Experten.

Keine Angst vorm bösen Wolf

Die Annahme das der Wolf böse ist und es auf Menschen bzw. kleine Kinder abgesehen hat ist ein Märchen. Dennoch verbreitet sich immer wieder Angst wenn von einer Wolfsichtung berichtet wird.
Der Wolf ist ein sehr scheues Tier, zwar neugierig aber auch misstrauisch. Nur so können sie sich vor Feinden und Gefahren in der freien Natur schützen. Das ist wahrscheinlich der Grund warum die Rudeln größer werden, denn ein  Treffen auf Menschen kommt sehr selten vor. Die schlauen Tiere gehen ihnen einfach aus dem Weg. Menschen gehörten nie und gehören auch jetzt nicht zu ihrem Beuteschema. Somit werden auch Nachts keine Kinder aus ihrem Bett geholt und gefressen, wie es oft in Märchen oder Berichten zu lesen ist. Auch vor Tollwut braucht der Wolf keine Angst mehr zu haben, denn Deutschland ist seit mehreren Jahren tollwutfrei.
 

Und wenn man einem Wolf trotz allem einmal begegnet

Man sollte bitte niemals weglaufen wenn einem im Wald dennoch einmal ein Wolf begegnet. Einfach auf Abstand stehen bleiben. Aufgrund seiner Neugierde wird das Tier nicht sofort vor einem Menschen wegrennen, sondern erst einmal beobachten was passiert. Ein Tipp von Experten ist, sich große aufrichten mit den Armen in die Höhe, am besten Lärm machen, laut sprechen. Meist dreht sich der Wolf dann um und geht zurück in die Unsichtbarkeit.
 

Bei Sichtung mithelfen

Wolfsbeauftragte versuchen so gut wie möglich die Verbreitung der Tiere zu dokumentieren. Da es aber durchaus schwierig ist die Wölfe im ganzen Bundesgebiet zu erfassen, wird jede Mithilfe dankbar angenommen. Sieht man einen Wolf, sollte man dies den jeweiligen Ansprechpartner in diesem Bundesland mitteilen. Informationen darüber findet man über das Kontaktbüro  Wolfsregion Lausitz http://www.wolfsregion-lausitz.de/

Auf jeden Fall gilt, niemals füttern

Wölfe die von uns Menschen gefüttert werden, kommen immer wieder zurück. Sie verlieren so die scheu vor uns Menschen, da es bequemer für sie ist als selbst zu jagen. Sie verinnerlichen den Geruch von Menschen und verknüpfen damit, hier gibt es was zu essen. So kommen sie dann womöglich auch Wohnsiedlungen immer näher. Bekommen sie dann auf einmal nichts mehr, kann es gefährlich werden. Lassen wir ihn ein Raubtier bleiben.

Die Natur sieht es so vor

Wölfe jagen aus ihrem Instinkt heraus Wildscheine, Rehe und Hirsche. Bekommt er dies nicht, jagd er auch junge Rinder und Schafe. Jagdpächter wissen das der Wolf streng geschützt ist und er nicht geschossen werden darf. So haftet er auch nicht für Schäden für Tiere die der Wolf im Revier eines Jägers reißt. Einige Bundesländer helfen Landwirten und Nutztierhaltern mit bereitgestellten Entschädigungssummen für deren gerissene Tiere. Dies sind freiwillige Leistungen der jeweiligen Bundesländer. Es muss vom betroffenen Besitzer immer nachgewiesen werden das es auch wirklich ein Wolf war, der das Tier gerissen hat. Befürworter und Nutztierhalter sind aus diesem Grunde nicht immer einer Meinung was die Freude an der Rückkehr des Wolfes betrifft.

Richtiges Verhalten nach einem Unfall mit einem Wolf

Hat man einen Unfall mit einem Wolf und das Tier läuft verletzt weg, sollte man sofort die Polizei anrufen, die dann am besten einen Wolfsbetreuer hinzuziehen sollten. Findet dieser das verletzte Tier muss das Landesamt oder Umweltministerium entscheiden ob es getötet werden darf. Ein Jäger wird den geflüchteten Wolf nicht suchen, wie es bei einem Unfall mit einem Reh oder Wildschein wäre. Er dürfte den Wolf auch wenn er verletzt ist nicht töten. Hat man in seiner Versicherung nur Schäden durch jagdbares Wild aufgeführt, bekommt man den Unfall mit dem Wolf nicht ersetzt. Möchte man dies vermeiden sollte man den Passus Tiere jeglicher Art mit aufnehmen.