A

Versicherungsbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben A

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht verlangt vom Aufsichtspflichtigen sicherzustellen, dass der Beaufsichtigte weder sich selbst noch Dritte durch sein Verhalten gefährdet und schädigt. <br> In den meisten Streitfällen betrifft ein Vorwurf über die Verletzung einer Aufsichtspflicht die Aufsicht über Kinder. Diese können bis zur Vollendung ihres 7. Lebensjahres nicht für verursachte Schäden haftbar gemacht werden; bis zu ihrer Volljährigkeit sind sie nur eingeschränkt haftbar.

AUB

Die Abkürzung AUB steht für die „Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen" eines Versicherungsvertrages der privaten Unfallversicherung. Diese Bedingungen regeln Vertragspunkte wie Beiträge des Versicherten, Leistungen des Versicherers im Versicherungsfall oder Ausschlusskriterien.  
 

Assekuranz

Assekuranz ist gleichbedeutend mit dem Begriff „Versicherung“.   Eine Assekuranz oder Versicherung deckt einen zufällig eintretenden, in seiner Höhe aber schätzbaren Schaden. Unterschieden wird in den beiden großen Gruppen Sozialversicherung und Individualversicherung. Erstere sind zum Beispiel die gesetzliche Kranken-, Arbeitslosen oder Rentenversicherung. Letztere beinhalten zum Beispiel Haftpflicht-, Kraftfahrzeug-, Unfall-, Feuer-, private Kranken- und Lebensversicherungen etc.
 

Ärztliches Gutachten

Die Versicherer erkennen eine Berufsunfähigkeit häufig nur bei Vorliegen ärztlicher Gutachten an. Das Gutachten muss ausdrücklich Bezug nehmen auf die beruflichen Anforderungen des Versicherten. Gegebenenfalls muss ein solches Gutachten durch einen weiteren Arzt bestätigt werden. Das ärztliche Gutachten gibt den Ausschlag, ob der Versicherte Anspruch auf die Leistungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung hat.
 

Äquivalenzprinzip

Das Äquivalenzprinzip ist ein Kalkulationsprinzip, das von den privaten Versicherungen angewendet wird, um eine Ausgewogenheit zwischen erbrachter Leistung und Gegenleistung zu fördern. Demnach sollte der Versicherungsnehmer stets eine vom Prinzip her gleichwertige Gegenleistung für die von der privaten Krankenversicherung erbrachte Leistung bringen. Durch die Einbeziehung bestimmter Faktoren wie Alter und Vorerkrankungen werden so die Versicherungsbeiträge individuell berechnet, um das Äquivalenzprinzip zur Anwendung kommen zu lassen.
 

Anzeigepflicht

Die Anzeigepflicht verlangt vom Versicherungsnehmer, vor Abschluss des Hundehaftpflichtvertrages wahrheitsgemäße Angaben über alle ihm bekannten sogenannten gefahrerheblichen Umstände zu machen. Unter gefahrerheblich werden gemeinhin alle Angaben verstanden, die der Versicherer abfragt.
 

Antiquitäten

Antiquitäten sind Wertgegenstände, die in der Regel älter sind als 100 Jahre (in Ausnahmen bereits älter als 50 Jahre) und meist kunsthandwerklich oder künstlerisch bedeutend sind. Die Grenze zwischen einem Kunstwerk und einer Antiquität kann unter Umständen nicht immer klar gezogen werden und verläuft bisweilen fließend. In Hausratversicherungen gelten gesonderte Bedingungen für Antiquitäten. Sie werden in den Verträgen wie Wertsachen betrachtet und unterliegen damit einer Entschädigungsgrenze.
 

Annuitätendarlehen

Unter einem Annuitätendarlehen versteht man ein Darlehen, das in Raten stets gleicher Höhe getilgt wird. Voraussetzung ist ein gleichbleibender Zinssatz während der gesamten Laufzeit. In diesem Fall wird die Restschuld mit jeder Rate so getilgt, dass sich der Zinsanteil zugunsten des Tilgungsanteils stetig vermindert.
 

Altersgrenze

In der gesetzlichen Rentenversicherung berechtigt das Erreichen der Altersgrenze zum Bezug der Regelaltersrente. Die Altersgrenze liegt in Deutschland bei 67 Jahren; für vor dem 1. Januar 1947 Geborene bei 65 Jahren. Ein vorzeitiger Bezug der Regelaltersrente ist möglich. Allerdings vermindert sich die Rente um 0,3 Prozent pro vorgezogenem Monat; zudem ist zu berücksichtigen, dass für den Zeitraum der vorgezogenen Rente auch keine weiteren Ansprüche erworben werden, sodass die Rente nochmals um diesen Faktor geringer ausfallen wird.  
 

Allmählichkeitsschaden

Wenn ein Schaden erst einige Zeit nach dem schadensverursachenden Ereignis und somit allmählich eintritt, spricht man in der Haftpflichtversicherung von einem Allmählichkeitsschaden. <br>??<strong>Beispiel:</strong> Sie schließen in einer Mietwohnung einen neuen Abfluss unter Ihrer Spüle selbst an. Dieser wird, von Ihnen unbemerkt, nach einigen Tagen undicht. Allmählich sichert das Wasser in den Estrich ein und verursacht mit der Zeit einen Wasserschaden und damit einen sogenannten  Allmählichkeitsschaden.

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